Lüneburg und die Lüneburger Heide
In
einer Senke am Nordrand der Heide liegt Lüneburg. Seit mehr als einem
Jahrtausend fließt hier eine der stärksten und heilkräftigsten
Natursolen Deutschlands. Ihr verdankte die alte Salz- und Hansestadt einst
ihren Aufstieg. 956 wird die Saline
erstmals erwähnt, und das Salz blieb bis in dieses Jahrhundert die wirtschaftliche
Basis der Stadt. Erst am 9. September 1980 erlosch endgültig das Feuer
unter den Siedepfannen der Saline. Jetzt ist die Sole in Kurpark und modernem
Kurzentrum Quelle der Erholung und Genesung.
Lüneburg
- eine Stadt wie im Bilderbuch. Die 1000jährige Geschichte auf Schritt
und Tritt und ein fast einmaliges, geschlossenes mittelalterliches Stadtbild
mit schmalen Gässchen, lebendigen Märkten und einem modernen Einkaufsviertel,
das geschickt in den alten Stadtkern integriert wurde. Am Markt das mächtige
Rathaus, ein vielgliedriger Gebäudekomplex, in mehreren Jahrhunderten
gewachsen.
Aus der Blütezeit Lüneburgs sind auch das Glockenhaus, die Kronenbrauerei,
die Bürgerhäuser am Sande und das Kloster Lüne in parkähnlicher
Umgebung am Rande der Innenstadt. Bemerkenswert sind hier Altar, Gestühl,
Orgel und ein Gemälde von Lukas Cranach in der Kirche des Klosters.
Die Lüneburger brauchten jahrhundertelang viel Brennholz für ihre Salzindustrie. Mit Bäumen wurden die Sudpfannen beheizt. Auf den entholzten Sandböden entwickelten sich die Heideflächen, die heute unter Naturschutz stehen. Wenn die Heide Mitte August bis Ende September blüht, drängen sich an den Wochenenden die Ausflügler.
Wer
"Lüneburger Heide" hört, denkt sofort an blühende
Erika, Wachholderflächen und sandige Wege. Aber nicht nur der 200 km²
Naturschutzpark, die gesamte Landschaft zwischen Elbe und Aller trägt
diesen Namen. Das ganze Gebiet umfasst 11.000 km². Wohlfühlen kann
man sich hier überall und zu jeder Jahreszeit. Vor allem der waldreiche
Naturpark Südheide und der hügelige Naturpark Elbufer-Drawehn empfehlen
sich zum Wandern, Radfahren und Reiten. Für kulturhistorisch Interessierte
bieten schöne alte Dörfer und die sechs Heideklöster Lüne,
Wienhausen, Medingen, Ebstorf, Walsrode und
Isenhagen ein weites Eroberungsfeld. Im Landwirtschaftsmuseum Hösseringen
sind Heidehöfe nach alten Techniken wieder aufgebaut.
Wer Vergnügen anderer Art bevorzugt, kann den "Heidepark Soltau", den Vogelpark Walsrode oder den exotischen Safaripark Hodenhagen besuchen.
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